Instagram-Stories aus dem Gazastreifen, Live-Videos syrischer Rebellen auf YouTube, #war. Je näher unsere Augen am Kriegsgebiet sind, desto weiter entfernen sich unsere Gedanken davon. 
Schusslicht Sarajevo beschäftigt sich mit einem fotografischen Entwurf entgegen der stumpfen Gewalt massenmedialer Bilder. Es geht nicht darum, den Krieg abzubilden, sondern die Perspektive des Krieges zu eröffnen. Eine verlassene Kriegsruine am Hang Sarajevos dient als fotografisches Mittel: Durchschüsse in der Fassade werden zur Camera Obscura, die Kriegsarchitektur zur Lochkamera. Auf den Großformataufnahmen ist das Licht zu sehen, das durch ein Loch fiel, welches wiederum von einem Projektil ins Mauerwerk gerissen wurde – mit dem einzigen Ziel Menschen zu verletzen oder zu töten.
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